Ein weiterer Einsatz wurde erfolgreich abgeschlossen! Dieses Mal stand eine umfassende Modernisierung auf dem Plan: Der Austausch von sechs in die Jahre gekommenen 505 Turbinenreglern und Protech 203 Systemen durch die aktuelle Generation – den 505XT und Protech GII.
Hardware-Upgrade: Woodward lernt dazu
Normalerweise ist dieser Umbau Routine. Ein großes Lob an Woodward an dieser Stelle: Die physischen Maße, das Lochbild und sogar die Parameterstruktur der neuen 505XT sind nahezu identisch mit dem Vorgänger. Da hat jemand mitgedacht und aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt, was uns die Arbeit im Feld massiv erleichtert.
Unerwartete Hürden beim Protech
Beim Protech-System stieß ich jedoch auf eine kleine Überraschung. Hier rächte sich ein Fehler aus der Vergangenheit:
Damals wurde fälschlicherweise ein Gerät für die Wandmontage statt für den Schaltschrankeinbau verwendet.
Da die Außenmaße des neuen Protech GII zudem ein paar Zentimeter größer sind als die des alten 203ers, passte nichts mehr wie gewohnt.
Die Folge: Die Schaltschränke mussten kurzfristig mechanisch angepasst werden. Dank der tatkräftigen Unterstützung des Teams vor Ort konnten wir dieses Hindernis aber schnell überwinden.
Effizienz-Hack: Das Steckeradapterset
Ein entscheidender Faktor für den Zeitplan war die Entscheidung des Kunden, auf Steckeradaptersets zu setzen.
Zeitersparnis: Da die digitalen Ein- und Ausgänge bereits fest zugeordnet sind, haben wir pro Gerät mindestens eine Stunde reine Verdrahtungszeit gespart.
Troubleshooting-Vorteil: Sollte es zu Unstimmigkeiten kommen, lassen sich die alten Geräte testweise in Minuten wieder einstecken. So lässt sich schnell und unkompliziert nachweisen, dass die Hardware steht – und der Fehler vielleicht doch eher bei der SPS-Programmierung der Kollegen liegt. 😉
Mein Fazit für die Praxis
Man sollte keine Angst vor dem Umbau der 505-Steuerung haben. Mit der richtigen Vorbereitung und dem passenden Zubehör ist der Austausch durch einen Techniker in wenigen Stunden erledigt – und das nahezu ohne den laufenden Prozess unterbrechen zu müssen.
Innerhalb einer Arbeitswoche sechs komplette Systeme modernisiert – ein voller Erfolg!
